Das ultimative Filmerlebnis kann es nur im Kino geben. Zwar gibt es mittlerweile professionelle Heimkinoanlagen und auf dem heimischen Sofa bzw. Massagesessel ist es eh am gemütlichsten, doch haben Kinos unbestreitbar ihr ureigenes Flair. Das war zwar schon immer so, doch hat sich am Laufe des letzten Jahrhunderts so einiges auch im Bereich Kino getan. Es gab nicht immer so bequeme Sitze wie heutzutage, von einer gemütlichen Kuschelbank für Paare konnte vor 100 Jahren noch in keinster Weise die Rede sein.
Der Vorgänger des Kinos waren Schaubuden und Panoptiken, diese waren zumeist auf Jahrmärkten zu finden. Hier gab es noch keine Sitzmöglichkeiten wie in modernen Kinos, es musste hingegen alles im Stehen bewundert werden. Präsentiert wurden unterschiedlichste Kuriositäten, dazu gehörten unter anderem auch optische Täuschungen. Zu den Attraktionen gehörten ebenfalls Stereoskope, zum ersten Mal die Illusion von dreidimensionalen Bildern schafften. Um 1880 herum war das sogenannte Kaiserpanorama sehr beliegt. Dabei handelte es sich um eine kreisrunde Konstruktion, bei der bis zu 25 Menschen gleichzeitig dreidimensionale Bilder betrachten. An dieser Stelle bietet sich der Verweis an, dass das Interesse der Menschen an diesen Schaubuden mit dem Interesse zu vergleichen ist, die animierte Bilder auslösen.
Eine neue Erfindung auf der Weltausstellung im Jahre 1893 war das Kinetoskop. Wiederum handelte es sich um einen Schaukasten, in diesem wurden kurze Filme dargeboten. Zum ersten Mal wurden auf diese Art und Weise animierte Bilder gezeigt. An dieser Stelle soll zu allererst einmal geklärt werden, was animierte Bilder eigentlich sind. Es handelt sich dabei um Bildreihen, welche per Hand oder am Computer gezeichnet wurden. Mehrere Bilder werden angefertigt, die sich jeweils nur minimal unterscheiden. Wichtig ist die entsprechende zeitliche Anordnung der Bilder. Ein Fernsehfilm hat etwa 24 Bilder pro Sekunde, damit ein flüssiger Verlauf entsteht. Soviel ist zwangsweise – je nach Verwendungsabsicht – jedoch nicht nötig. Man denke an ein Daumenkino, dieses entspricht genau dem beschriebenen Prinzip.
Es gibt verschiedene Verwendungsmöglichkeiten animierter Bilder, diese können in einem pädagogisch sinnvollen Kontext Verwendung finden, oder aber auch lediglich unterhaltenden Charakter haben. Zu ersterem zählen beispielsweise animierte Bilder, die Sportbewegungen darstellen und in sportpädagogischen Publikationen verwendet werden. Denn nur bewegte Bilder können komplexe Abläufe auf eine Art und Weise darstellen, wie es Worte allein einfach nicht vermögen. Zu letzterem sind, wie bereits erwähnt, unter anderem auch Daumenkinos zu zählen, es gibt jedoch auch weitaus komplexere Anwendungsgebiete. Man denke an den modernen Animationsfilm. Bei einem Film mit normaler Spielfilmlänge müssen zwischen 100.000 und 150.000 Einzelbilder erstellt werden. Diese werden zumeist am Computer erstellt.